Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Rabelsdorf

Die Feuerwehr hat in Rabelsdorf eine lange Tradition.

Schon vor über 150 Jahren  schafften sich die benachbarten Gemeinden Pfaffendorf, Altenstein, Allertshausen, Eckartshausen, Voccawind, Marbach, Kraisdorf, Pfarrweisach und Rabelsdorf gemeinschaftlich eine Feuerspritze zur Brandbekämpfung an. In einem Rundschreiben von 1875 machte die Gemeindeverwaltung Pfaffendorf die umliegenden Gemeinden darauf aufmerksam, dass die gemeinsame Feuerspritze in einen derart ruinösen Zustand sei, dass sie zum Feuerlöschen nicht mehr zu gebrauchen sei. Was letztendlich mit dieser Löschmaschine geschah, ist nicht überliefert. Aufgrund dieses Rundschreibens kann man sagen das die Feuerwehr Rabelsdorf schon wesentlich älter als 150 Jahre ist.

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rabelsdorf.

Die eigentliche Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rabelsdorf nach den heutigen Strukturen geschah am 18.Juli 1875. Das geht aus einem Protokoll hervor über die Errichtung einer freiwilligen Feuerwehr in der kleinen Gemeinde zu Rabelsdorf. Darin heißt es: „Nachdem bereits untern 4.Juli 1875 sich viele hiesige Bewohner zum Eintritt in eine freiwillige Feuerwehr bereit erklärt hatten, wurde auch heute eine allgemeine Versammlung behufs Organisation der hiesigen Freiwilligen einberufen.“ Die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Altenstein wurden zur Beratung vorgelegt und mit kleinen Änderungen angenommen.

Kaufvertrag mit dem Maschinenfabrikanten G. A. Hofmann für eine Löschmaschine.

Am 3.November 1875 wurde mit dem Maschinenfabrikanten G. A. Hofmann in Schweinfurt ein Vertrag über den Kauf einer Löschmaschine zum Preis von 275 Gulden abgeschlossen. Die Feuerspritze wurde 4 Monate später im März 1876 nach Rabelsdorf geliefert. Sie ist heute noch im Besitz der Feuerwehr Rabelsdorf .

Die „Gute alte Zeit.“

Wer glaubt das in der „Guten alten Zeit“ alles harmonisch verlief der irrt. In einem Brief vom 14.August 1876 meldet der damalige Bürgermeister von Rabelsdorf dem königlichen Bezirksamt Ebern einen besonderen Vorgang in der hiesigen freiwilligen Feuerwehr. Der Obersteiger Georg Kupfer wurde wegen mehrmaligen unentschuldigten Fehlen in eine Strafe von 20 Pfennig genommen. Dieser zahlte die Strafe, lieferte aber gleichzeitig seine Ausrüstungsgegenstände mit dem Bemerk ein, dass er aus der freiwilligen Feuerwehr austrete. Diese Austrittserklärung nahm der Bürgermeister nicht an, weil sonst wie allgemein geäußert wurde, alle aus der Feuerwehr austreten. Der Bürgermeister gab dem Kupfer seine Ausrüstungsgegenstände zurück und erklärte ihm, das er bei erneuten unentschuldigten Fehlen wieder 20 Pfennig Strafe bezahlen muss. Kupfer wies aber jede Belehrung zurück und erklärte das er sich nicht einmal zur Pflichtfeuerwehr einteilen lasse. Der Ausgang dieses Vorgangs ist nicht bekannt.